Das Nutzungskonzept

Unser Konzept beinhaltet in mehreren Ausbaustufen die Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten zu traditionellen regionstypischen Lebens- und Arbeitsweisen für Familien, Schulklassen und kleinen Gruppen unter anderem:

  • Herstellung von Nahrungsmitteln (Kochen und Backen)
  • Arbeiten im Haus und Garten (Gemüseanbau)
  • Anlegen von Vorräten (Marmeladen, Säfte, Sauerkraut, Obstkonserven, Trockenfrüchte, Tee, Kartoffeleinlagerung)
  • Heu für Kleintiere
  • Übernachten "wie früher" auf dem Dachboden
  • Herstellung von damals genutzten Baumaterialien (Workshops in der Scheune)
  • Kleintierhaltung im alten Stall (Hühner, Kaninchen)

 

Was wird es demzufolge nicht geben?

  • fließendes Wasser, Dusche, WC und Kläranlage
  • Fernseher, Radio, Telefon und Computer
  • Waschmaschine, Geschirrspüler
  • Heizkörper, Fußbodenheizung, beheizter Schlafraum
  • etc.

 

Was wird es dafür sicher geben?

 

Waschwasser aus dem hauseigenen Brunnen, einen Trinkwasservorrat, Waschhaus mit Waschkessel, Zinkbadewanne, Keller mit Vorratsschrank, Küchenherd und Kamin mit Holzfeuer, Hühner und deren Eier, Kaninchen, Stahlbügeleisen, Kaffeemühle, Wärmflasche, Federbetten, Spiele, Hausarbeit und Ruhe, mit anderen Worten ein Historisches "all inclusive" Angebot.

 

Für die Betreuung der Aktivitäten werden engagierte Menschen, vorrangig Ruheständler aus Oberlauterbach und Umgebung, gewonnen. Großer Wert wird auf die Kooperation mit dem Natur- und Umeltzentrum Oberlauterbach gelegt. So soll die Nutzung unseres Umgebindehauses mit dem NUZ abgestimmt werden. Eine enge Zusammenarbeit ist auch mit weiteren regionalen Einrichtungen wie dem Museum der Stadt Falkenstein, dem Verein für vogtländische Geschichte Volks- und Landeskunde, dem Heimatverein Trieb, dem Freilichtmuseum Landwüst und Eubabrunn und weiteren vorgesehen.

 

Einen besonderen Stellenwert sollen einschlägige Handwerksbetriebe erhalten, die mit unserem Konzept ihre traditionellen Techniken weiter leben und erleben lassen. Mit unserem Konzept wird ein kleiner Beitrag geleistet, die traditionellen Lebens- und Arbeitsweisen speziell des Vogtlandes aktiv zu bewahren und sie den Besuchern durch tätig werden nahe zu bringen. Mit unserem auf Entschleunigung gerichteten Konzept schaffen wir ein "Zeitfenster" in der über 800-jährigen Geschichte des Vogtlandes und damit einen Gegenpol zur heutigen modernen Zeit, in der alles "auf Knopfdruck" geschieht.